Ein Besuch des Koko-en Gartens neben der Burg Himeji lässt dich die besondere Gartenkunst der Edo-Zeit erleben. Gleichzeitig bietet der Garten einen wunderbaren Ort, um nach der Besichtigung der imposanten Burg zur Ruhe zu kommen.

Kurz-Info: Koko-en Garten in Himeji, Japan

Lage: südwestlich der Burg Himeji, etwa 15 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Himeji

Größe: etwa 3,5 Hektar

Gartenanlage: neun verschiedene Gärten im Stil der Edo-Zeit, durch Mauern voneinander getrennt.

Öffnungszeiten: täglich von 9:00 bis 16:30 Uhr

Eintritt: Eintrittskarten sind in der Regel in Kombination mit der Burg Himeji erhältlich. Bei unserem Besuch 2025 kostete die kombinierte Eintrittskarte 1.000 Yen.

Am Eingang befinden sich Toiletten. Direkt hinter dem zweiten Eingangstor liegt das Restaurant Kassuiken, das mittags und am Nachmittag geöffnet ist.

Die Geschichte des Koko-en Gartens

Auf dem Gelände des heutigen Koko-en Gartens befand sich früher die westliche Residenz des Feudalherrn, die sogenannte Nishi-Oyashiki. Archäologische Ausgrabungen brachten außerdem Überreste von Samurai-Häusern und historischen Straßen ans Licht.

1992 wurde hier der Koko-en Garten angelegt. Bei seiner Gestaltung orientierte man sich an den Gartenbautechniken und dem Stil der Edo-Zeit, die von etwa 1600 bis 1868 dauerte.

Heute vermittelt der Koko-en Garten mit seinen Mauern, Teichen, Wegen, traditionellen Gebäuden und sorgfältig gestalteten Gartenräumen eine historische Atmosphäre. Gleichzeitig eröffnen sich immer wieder schöne Ausblicke auf die nahe gelegene Burg Himeji.

Ein Holzsteg im Koko-En Garten neben Himeji Burg bietet einen Blick auf einen kleinen, rauschenden Wasserfall, der von grünen Bäumen und Felsen inmitten einer ruhigen Gartenlandschaft umgeben ist.

Ein Rundgang durch den Koko-en Garten

Gleich am Eingang erhält man einen Flyer in japanischer und englischer Sprache mit einer Übersichtskarte. Der darin vorgeschlagene Rundgang führt durch alle neun Gartenbereiche.

An einem sonnigen Tag schwimmen bunte Koi-Fische in einem Teich, der von Felsen, grünen Bäumen und gestutzten Sträuchern umgeben ist, in einem japanischen Garten.Jeder dieser Gärten hat seinen ganz eigenen Charakter. Schon der erste Garten, der Garten der Residenz, beeindruckt durch seine Größe. Mittelpunkt ist ein großer Teich, in dem etwa 250 Koi-Fische leben. Ihre Bewegungen im Wasser bilden einen schönen Kontrast zur ruhigen Gestaltung des Gartens.

Weiter geht es zu einem Garten mit einer überdachten Brücke. Von hier eröffnet sich der Blick auf einen stufigen Wasserfall – ein schönes Beispiel dafür, wie Wasser in der japanischen Gartenkunst eingesetzt wird.

Andere Bereiche tragen Namen wie Garten der Sommerbäume, Garten der Kiefern, Blumengarten, Bambusgarten oder Garten mit Hügel und Teich.

Bei jedem Wechsel in den nächsten Garten verändert sich die Atmosphäre. Da tauchen neue Pflanzen, Wasserflächen, Steine oder Gebäude auf und es eröffnen sich immer wieder neue Blickwinkel.

Ruhe und Harmonie im Koko-en Garten

Der Unterschied zur Burg Himeji könnte kaum größer sein. Während sich in der Burg viele Touristen bewegen und man auf den schmalen Treppen zwischen den verschiedenen Stockwerken auf- und absteigt, findet man im Koko-en Garten einen ruhigeren Rhythmus.

Nur wenige Besucher „verirren“ sich hierher. So kann man einfach stehen bleiben, einen Teich betrachten, den Blick über eine Gartenfläche schweifen lassen oder den Geräuschen des Wassers und der Natur lauschen.

In einem grünen Garten wachsen unter Kiefern blühende Sträucher mit violetten und roten Blüten, und durch die Zweige hindurch ist der blaue Himmel zu sehen.

Typisch für japanische Gärten ist dabei, dass sie so vollkommen natürlich wirken. Doch hinter dieser scheinbaren Natürlichkeit steckt eine sorgfältige Planung und viel Hingabe bei der Pflege. Während unseres Rundgangs konnten wir beispielsweise einige Gärtner beobachten, die sich mit großer Geduld und in feinster Kleinarbeit um den Garten kümmerten.

Eine Person in heller Arbeitskleidung und Handschuhen sitzt auf einem niedrigen Kissen und pflegt und jätet ein Beet im Garten.

Vielleicht ist es gerade diese Verbindung aus Gestaltung, Pflege und scheinbarer Natürlichkeit, die die besondere Harmonie japanischer Gärten entstehen lässt.

Mein Eindruck vom Koko-en Garten

Für mich war der Koko-en Garten eine wunderbare Ergänzung zum Besuch der Burg Himeji. Nach der Besichtigung der beeindruckenden Burg war es genau der richtige Ort, um etwas zu entspannen.

Besonders schön fand ich, dass jeder der neun Gärten seinen eigenen Charakter besitzt. Man geht durch ein Tor und plötzlich eröffnet sich wieder eine ganz andere kleine Landschaft. Mal steht das Wasser im Mittelpunkt, dann Bambus, Kiefern, Blumen oder ein besonderer Ausblick.

Ich kann den Koko-en Garten deshalb bei einem Besuch der Burg Himeji unbedingt empfehlen. Nimm dir ruhig etwas Zeit für den Rundgang – denn dieser Garten ist mehr als nur eine Ergänzung zur berühmten Burg. Er ist ein eigener, wunderschöner Ort, den ich in sehr guter Erinnerung behalten werde.

Rosa Pfingstrosenblüten mit gelben Blütenmitten blühen inmitten von grünem Laub und Mulch in einer Gartenlandschaft.

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