Einer der schöns­ten und inter­es­san­tes­ten Plät­ze in der Regi­on Cha­nia ist der bota­ni­sche Gar­ten von Kre­ta bei Fournes.

Er liegt süd­west­lich von Cha­nia am Fuß der Wei­ßen Ber­ge. Man fährt von Cha­nia in Rich­tung Four­nes. Von dort ist der Weg ausgeschildert.

Der Bota­ni­sche Gar­ten von Kre­ta – Kurz und knapp

Lage: Ca. 20 km von Cha­nia bei Fournes

Grö­ße: Fast 20 ha

Rund­gang: Knapp 2,5 km, 70 Höhen­me­ter, ca. 1 Stun­de Geh­zeit (aber 2 -3 Stun­den mit Pflan­zen anse­hen und Pau­se am See)

Flo­ra: Medi­ter­ra­ne, sub­tro­pi­sche und tro­pi­sche Pflan­zen, Kräu­ter und Bäume

Fau­na: Nutz­tie­re Kre­tas, Schmet­ter­lings­ar­ten, Vogelarten

Web­site mit aktu­el­len Infos, Öff­nungs­zei­ten etc.: https://www.botanical-park.com/

Der bota­ni­sche Gar­ten von Kre­ta – Sei­ne Entstehung

Wie der Phoe­nix aus der Asche“, so könn­te man auch die Ent­ste­hung die­ses bota­ni­schen Gar­tens in weni­gen Wor­ten zusammenfassen.

Tat­säch­lich befand sich hier ein­mal ein Jahr­hun­der­te alter Oli­ven­hain mit tau­sen­den von Oli­ven­bäu­men. Im Jahr 2003 zer­stör­te ein enor­mes Feu­er das Dorf Skord­alou und die umlie­gen­de Land­schaft. Die wirt­schaft­li­chen und öko­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen auf das Dorf und die Umge­bung waren ver­hee­rend. Auch der Fami­lie Mari­na­kis hat­te das Feu­er ihre Lebens­grund­la­ge genom­men. Denn alle Oli­ven­bäu­me der Fami­lie wur­den kom­plett verbrannt.

Um einen Neu­an­fang zu begin­nen, ent­schie­den sich die ver­schie­de­nen Genera­tio­nen der Fami­lie zu dem Wag­nis, einen bota­ni­schen Gar­ten anzulegen.

Es war ein lan­ger Weg von der ers­ten Idee bis zur Aus­füh­rung und dem Auf­bau des Gartens.

Heu­te wach­sen im bota­ni­schen Gar­ten eine Viel­zahl an medi­ter­ra­nen, sub­tro­pi­schen und tro­pi­schen Pflanzen.

Inzwi­schen kom­men zu jeder Jah­res­zeit vie­le Besu­cher in die­sen fan­tas­ti­schen, ein­zig­ar­ti­gen Gar­ten. Außer­dem bie­tet er den Bewoh­nern der Umge­bung Arbeitsplätze.

Dabei ent­wi­ckelt sich der bota­ni­sche Gar­ten von Kre­ta immer wei­ter. Neue Pflan­zen­ar­ten und Bäu­me erwei­tern die Viel­falt die­ses ein­zig­ar­ti­gen Gartens.

Pflan­zen und Kli­ma­zo­nen des Bota­ni­schen Gartens

Auf knapp 20 ha kann man hier durch drei ver­schie­de­ne Kli­ma­zo­nen spa­zie­ren: die medi­ter­ra­ne Zone, die sub­tro­pi­sche und die tro­pi­sche Zone.

Mög­lich gewor­den ist das, da der bota­ni­sche Gar­ten sich einen Hang hin­un­ter zieht und so die ver­schie­dens­ten Micro­kli­ma­ta genutzt wer­den können.

Beim Rund­gang durch den bota­ni­schen Gar­ten von Kre­ta war ich begeis­tert so vie­le Heil­kräu­ter, Blu­men, Pflan­zen, blü­hen­de Büsche und Obst­bäu­me zu sehen.

Da gibt es die medi­ter­ra­nen Obst­bäu­me (Oran­gen, Zitro­nen, Fei­gen und mehr). Des Wei­te­ren einen Kirsch­gar­ten und einen Bereich mit ver­schie­de­nen Wein­trau­ben. Schil­der erklä­ren Namen und Ursprung der ein­zel­nen Pflanzen.

Beson­ders fas­zi­niert haben mich die medi­ter­ra­nen Heil­kräu­ter mit ihrem inten­si­ven Duft und die tro­pi­schen Pflan­zen, die hier im Frei­en wach­sen. Doch nicht nur Pflan­zen bezau­bern einen hier, son­dern es ist auch an Erho­lung gedacht. So befin­det sich am Tal­bo­den ein klei­ner See und eine Men­ge ver­schie­de­ner Tie­re. Über­all hört man die Geräu­sche der ver­schie­dens­ten Vögel.

Ein Besuch im Bota­ni­schen Gar­ten von Kreta

Nach einer kur­zen Fahrt von Cha­nia haben wir den Bota­ni­schen Gar­ten von Kre­ta erreicht. Eine asphal­tier­te Zufahrt führt von der Land­stra­ße ab zum Park­platz. Von dort gelangt man zuerst zu einem Restau­rant und Shop, wo man auch die Ein­tritts­kar­ten (Kos­ten ca. 7 €) bekommt.

Mit der Ein­tritts­kar­te haben wir gleich noch eine klei­ne Was­ser­fla­sche und einen Wan­der­stab erhal­ten. Bei­des ist sehr nütz­lich. Bei dem Kli­ma in Kre­ta soll­te man nie ohne Was­ser unter­wegs sein. Und der Wan­der­stab hilft auf dem Rund­weg durch den Bota­ni­schen Garten.

Der Bota­ni­sche Gar­ten von Kre­ta zieht sich einen Berg­hang ent­lang. Daher führt der Rund­weg vom Ein­gang in Ser­pen­ti­nen hin­un­ter in das Tal und spä­ter auf einer ande­ren Stre­cke wie­der hinauf.

Ca. 1 Stun­de dau­ert der Rund­gang. Aber natür­lich haben wir uns noch Zeit für Pau­sen genom­men. Denn es gibt hier so vie­le Pflan­zen und auch Tie­re zu sehen und an beson­ders schö­nen Plät­zen laden Bän­ke zur Erho­lung ein.

Zum Abschluss die­ses wun­der­ba­ren Aus­flugs sind wir im Restau­rant des Gar­tens ein­ge­kehrt. Das Restau­rant liegt oben am Berg und bie­tet fri­sche, kre­ti­sche Spei­sen. Durch die hel­le, groß­zü­gi­ge Raum­ge­stal­tung wirkt das Restau­rant sehr ein­la­dend. Wegen der Hang­la­ge hat man beim Essen eine herr­li­che Sicht in die Landschaft.

Im Restau­rant als auch im Waren­an­ge­bot des ange­glie­der­ten Shop sind die Kräu­ter und Früch­te des Gar­tens ver­wen­det wor­den – alles frisch und lokal.

Für uns war der Besuch des bota­ni­schen Gar­tens bei Four­nes ein gelun­ge­ner Tag und ger­ne wer­den wir wie­der hier­her kommen.