Schon letz­tes Jahr habe ich ange­fan­gen Ein­kaufs­ta­schen aus alten Klei­dungs­tü­cken oder Tischwäsche zu nähen. Ich benut­ze die­se selbstgenähten Taschen anstel­le von Plas­tik­tü­ten beim Ein­kauf und ver­schen­ke sie auch, um mei­ne Fami­lie und Freun­de zu moti­vie­ren auf Plas­tik­tü­ten zu ver­zich­ten.

Man muss kei­ne ¤hkünstlerin (oder ¤hkünstler) sein, um einen ein­fa­chen Ein­kaufs­beu­tel zu nähen.

Die fol­gen­de Tasche ist schon etwas anspruchs­vol­ler und eine Kom­bi­na­ti­on aus einem Stück neu­en Deko­stoff und einem alten Rock, der schon lan­ge aus­ran­giert wur­de.

Dabei bin ich der Anlei­tung von einem „Pattydoo“ Video gefolgt, das kann ich Anfängern sehr emp­feh­len. Und ich habe noch etwas hin­zu­ge­fügt wie Sie sehen wer­den.

Recycling Tasche nähen mit Deko – Material

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Ein Stück Stoff mit Motiv ca. 50 x 50 cm (bei der Größe der Tasche können Sie natür­lich varie­ren), ein alter Rock (mit Taschen wenn möglich), ¤hgarn, ¤hmaschine.

 

 

 

 

Recycling Tasche nähen mit Deko – So geht‘s

  1. Aus der Rück­sei­te des Rocks habe ich ein Stück Stoff in der­sel­ben Größe, wie die den Motiv­stoff aus­ge­schnit­ten. Die­se bei­den Stoff­stü­cke wer­den zusammengenäht und erge­ben die Außenseiten der Tasche. Dann habe ich aus dem Rock­fut­ter noch ein­mal 2 Stü­cke in der­sel­ben Größe aus­ge­schnit­ten. Und dar­aus das Fut­ter der Tasche (Innen­ta­sche) genäht.
  2. Da mein Rock Taschen hat­te, kam mir die Idee, die­se auch wie­der zu ver­wen­den. Und so habe ich eine der Rock­ta­schen mit etwas Saum­zu­schlag aus­ge­schnit­ten und auf das Fut­ter der neu­en Tasche genäht. Das hat am Ende ein Innen­fach für die Tasche erge­ben.
  3. Die Träger der Tasche ent­stan­den eben­falls aus dem Stoff des Rockes.
  4. Und zum Abschluss habe ich alle Tei­le wie auf dem Video oben zusam­men genäht. Her­aus kam eine tol­le neue Tasche.

So ein­fach geht das Recy­cling Tasche nähen.

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Recycling Tasche nähen – Meine Tipps und Grundausrüstung

Bei den Ein­kaufs­ta­schen soll­ten sie für den Stoff­zu­schnitt in der ¶he etwas mehr als in der Brei­te zuschnei­den, z.B. Brei­te 40 cm, ¶he 43 – 45 cm.

Eine gute Vor­be­rei­tung ist das A und O. Neh­men Sie sich Zeit in Ruhe zu pla­nen, wie das fer­ti­ge Stück aus­se­hen soll. Überlegen Sie vor dem Zuschnei­den, wo das Bild/Muster zu sehen sein soll. Ste­cken Sie alle Tei­le vor dem ¤hen genau mit Steck­na­deln zusam­men, so können Sie noch kor­ri­gie­ren. Bügeln Sie den Stoff vor der Ver­ar­bei­tung und die ¤hte nach dem Zusammennähen – natür­lich auch das fer­ti­ge Stück. Das ¤hen selbst geht ganz schnell.

Mit der Zeit habe ich mir eine Grund­aus­rüs­tung ange­schafft, die mir die ¤harbeit erleich­tert:

Schnei­de­mat­te – Sie ist eine große Arbeits­er­leich­te­rung. Die Lini­en mit der Maßeinteilung hel­fen schon beim Abmes­sen des Stof­fes. Die Schnei­de­mat­te ist eine idea­le Unter­la­ge zum Schnei­den mit dem Roll­mes­ser. ¤hlen Sie die pas­sen­de Größe für Ihre Schnei­de­mat­te aus. Mei­ne Schnei­de­mat­te misst 45 x 60 cm und ich brau­che jeden Zen­ti­me­ter davon. Wenn Sie nur oder hauptsächlich Patch­work nähen, reicht Ihnen wahr­schein­lich eine klei­ne­re Schnei­de­mat­te aus.


Roll­mes­ser – Damit schnei­det sich Stoff viel schnel­ler, leich­ter und auch genau­er. Und das müh­sa­me Schnei­den mit der Sche­re entfällt. Vor­sicht, die Klin­ge ist sehr scharf, daher soll­te sie immer ver­schlos­sen sein, wenn Sie gera­de nicht schnei­den.


Schnei­de­li­ne­al oder Patch­wor­kli­ne­al – Damit lässt sich leicht und genau abmes­sen. Bei den Taschen kann man direkt am Line­al ent­lang schnei­den. Alle Schnit­te wer­den genau und gera­de.

Zau­ber­stift – Ide­al zum Mar­kie­ren und Auf­ma­len von Schnit­ten direkt auf den Stoff und dann direkt mit dem Roll­mes­ser aus­schnei­den. Die auf­ge­mal­ten Lini­en ver­schwin­den nach kur­zer Zeit ganz und von selbst.

Mit die­sen Hilfs­mit­teln wird Ihnen die ¤harbeit schon viel leich­ter von der Hand gehen.