Beein­dru­cken­de Kie­fern­wäl­der  auf Tene­rif­fa

Lebens­raum der Kana­ri­sche Kie­fer

Die Kanarische Kiefer

Die Kana­ri­sche Kie­fer

Auf unse­ren Wan­de­run­gen in den Ber­gen Tene­rif­fas kamen wir durch aus­ge­dehn­te Kie­fern­wäl­der. Die­se Kie­fern mit ihrem lan­gen Nadeln haben ein beson­de­res Flair, beein­dru­cken durch ihre Grö­ße.

 

Die Kana­ri­sche Kie­fer ist auf den Kana­ri­schen Inseln ende­misch und wächst haupt­säch­lich in Höhen­la­gen zwi­schen 1.000 und 2.000 m; ver­ein­zelt ist sie aber bis zu 2.400 m Höhe zu fin­den.

Kana­ri­sche Kie­fer: Aus­se­hen und Öko­lo­gie

Die Kana­ri­sche Kie­fer ist von hohem Wuchs. Es wird von Kie­fer­bäu­men berich­tet die bis zu 60 m hoch wur­den. Auf­fäl­lig sind die beson­ders lan­gen Nadeln (bis zu 30 cm), die in Büscheln zu dritt ange­ord­net sind. Auf Tene­rif­fa fin­den sich gro­ße Kie­fern­wäl­der an den öst­li­chen Berg­hän­gen, die oft dem Nebel aus­ge­setzt sind. Hier hat die kana­ri­sche Kie­fer eine wich­ti­ge Funk­ti­on für den Was­ser­haus­halt der Umge­bung. An ihren lan­gen, fei­nen Nadeln ver­fan­gen sich die klei­nen Nebel­trop­fen. Die win­zi­gen Nebel­t­röpf­chen ver­bin­den sich zu grö­ße­ren Trop­fen und, wenn die­se dann auf den Boden fal­len, wer­den nicht nur die Kie­fer­bäu­me mit Was­ser ver­sorgt, son­dern es sam­melt sich auch über­schüs­si­ges Was­ser. Hier­durch sind die Kie­fern­wäl­der auch für die Land­wirt­schaft als Was­ser­ver­sor­ger von Bedeu­tung.

 

Die langen, feinen Nadeln der Kanarischen Kiefer

Die lan­gen, fei­nen Nadeln der Kana­ri­schen Kie­fer

 

 

 

 

 

 

 

Video zur Kana­ri­sche Kie­fer „Wol­ken­kä­men

 

Die­se Kie­fern­art ist für ihre Wider­stands­kraft gegen Feu­er bekannt. So kön­nen die Kie­fern­wäl­der die Wald­brän­de über­ste­hen. Wie bei den Mam­mut­bäu­men wie­der­steht ihre dicke Rin­de dem Feu­er. Nach einem Wald­brand schla­gen die Kana­ri­schen Kie­fer­bäu­me inner­halb von 1 – 2 Jah­ren wie­der aus.

Zap­fen der Kana­ri­schen Kie­fer

Zapfen der Kanarischen Kiefer

Zap­fen der Kana­ri­schen Kie­fer

Dies Foto zeigt das typi­sche Aus­se­hen der Zap­fen der Kana­ri­schen Kie­fer, die bei den rei­fen Zap­fen nach unten gebo­gen sind. Die Zap­fen rei­fen ca. 2 Jah­re am Baum und wer­den ca. 10 – 20 cm lang. Je nach Lage und Wet­ter­ver­hält­nis­sen kön­nen die Zap­fen auch grö­ßer wer­den.

 

 

Kie­fern­wald ober­halb des Orota­va­tal

Im Kie­fern­wald ober­halb des Orota­va­tal sind die Kie­fern zusätz­lich von Bart­flech­ten über­zo­gen.

Eine Wan­de­rung durch die­se Kie­fern­wäl­der ist ein beson­de­res Natur­er­leb­nis. Denn es gibt nicht vie­le Gegen­den mit so aus­ge­dehn­ten Kie­fer­wäl­dern. Mit ihrer Höhe sind sie beein­dru­ckend. Und sobald die Son­ne scheint, duf­tet es ange­nehm nach Kie­fern­harz.

Die Kana­ri­sche Kie­fer und der Mensch

Die Bedeu­tung die­ser Baum­art für den Was­ser­haus­halt und die Land­wirt­schaft Tene­rif­fas ist schon oben beschrie­ben wor­den.

Das Holz der Kana­ri­schen Kie­fer ist sehr wider­stands­fä­hig. Auf Tene­rif­fa sahen wir es oft in his­to­ri­schen Gebäu­den als Kas­set­ten­de­cken, Wand­ver­klei­dun­gen und natür­lich auch bei Möbeln.

Die Kie­fern­wäl­der sind bis heu­te bei den Ein­woh­nern Tene­rif­fa, nicht nur als Holz­lie­fe­rant, son­dern auch zur Erho­lung  sehr geschätzt.

Wie die Zir­be (Kie­fern­art in den Alpen) hat sich die kana­ri­sche Kie­fer per­fekt an die schwie­ri­gen natür­li­chen Bedin­gun­gen ange­passt.