Mammutbaum – die freundlichen Baumriesen

Eine Freundin führte mich vor Kurzem zu diesem beeindruckenden Baumriesen. Er steht im Vogelsberg bei Schotten, Rainrod, auf einer kleinen Lichtung.

Vor ca. 100 Jahren wurde er gepflanzt und ein Schild erzählt uns seine Geschichte.

Geschichte des Mammutbaums bei Schotten-Rainrod

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mammutbäume sind vor allem in Amerika heimisch und bei uns sozusagen „importiert“ und angepflanzt. Dennoch können sie sich gut in unsere Wälder einpassen.

Mammutbäume sind den meisten Menschen – und auch mir – vor allem als die „Red Woods“ an der Westküste der USA bekannt. Nachdem ich dieses schöne Exemplar bei Schotten gesehen hatte, wollte ich etwas mehr über die Baumriesen erfahren.

3 verschiedene Mammutbaumarten habe ich gefunden:

Den Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostrboides) von dem es versteinerte Funde gibt, die belegen, dass er schon in der Erdneuzeit (Tertiär) in der nördlichen Hemisphäre verbreitet war. Im Laufe der Geschichte verschwand er fast völlig und war bei seiner Wiederentdeckung in den 1940er Jahren fast ausgestorben. Die wenigen Exemplare, die noch in China gefunden wurden, wurden Jahre später durch Samen und Stecklinge von Menschen verbreitet. Heute findet man den Urweltmammutbaum wieder in Asien, Europa und Nordamerika.

Der Bergmammutbaum (Sequoiadendron giganteum) ist hauptsächlich in den Küstenbergen, der Sierra Nevada, in Kalifornien zu finden. Sie wachsen in einer Höhe von 1.800 bis 2.200 m. Sie können ohne weiteres über 1.000 Jahre alt werden. Bei gefällten Bergmammutbäumen ließ sich ein Alter von bis zu 3.200 Jahren festgestellt. Bedroht sind diese Riesenbäume vor allem durch Holzfäller, denn ein Baum kann leicht über 1.000 cbm einbringen.

Der Küstenmammutbaum und Redwood (Sequoia sempervirens) ist wohl der bekannteste Mammutbaum. Viele Touristen kommen jedes Jahr in die Küstenwälder Nordkaliforniens, um die Redwoods zu sehen. Die Redwoods sind faszinierende Baumriesen, majestätisch und anmutig zugleich. Und es ist ein unvergessliches Erlebnis durch diesen Wald zu gehen. Man fühlt sich wie versetzt in eine andere längst vergangene Zeit, in der Hektik, Stress und Lärm noch nicht existierten.

Ein großer Teil der ursprünglichen Redwoods wurde abholzt, weil das Holz resistent ist gegen Insekten und die langen, geraden Stämme gutes Bauholz einbringen.

Mammutbaum Rinde

Der Mammutbaum mit seiner Größe vermittelt uns ein Gefühl von Geborgenheit. Wer seine Rinde berührt oder sich daran anlehnt, wird feststellen wie weich und warm sich diese anfühlt.

Wie wäre es mal mit einer Baummeditation bei einem Mammutbaum in der Nähe – mehr dazu in Kürze …
hier geht’s zur Natur Meditation Labyrinth

Mammutbäume sind inzwischen auch in Deutschland verbreitet. Das Projekt Mammutbaum e.V. informiert über Mammutbäume und hat ein Mammutbaum-Register erstellt, in dem alle Mammutbäume erfasst werden. Dort kannst du Mammutbäume in deiner Nähe finden mit Beschreibung und viele auch mit Foto.

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Hier geht’s zur Zirbe, der Nadelbaum in höchsten Lagen.