SingrünPflan­zen­ge­schich­ten brin­gen uns Pflan­zen näher. Sie erzäh­len uns etwas über die Her­kunft, Heil­kraft oder Ver­wen­dung von Pflan­zen. Man­che sind auch ein­fach mytho­lo­gi­sche oder mär­chen­haf­te Geschich­ten. Wer öfter mit Kin­dern unter­wegs ist, kann mit einer klei­nen Pflan­zen­ge­schich­te unter­hal­ten, Inter­es­se wecken und die Geschich­ten hel­fen, sich die Pflan­zen­na­men und ande­re Merk­ma­le zu mer­ken.

Unse­re Pflan­zen­ge­schich­ten begin­nen mit der Schlüs­sel­blu­me und Vin­ca.

Schlüsselblume (Primula veris)

Pflanzengeschichten Schlüsselblume

Schlüs­sel­blu­me (Pri­mu­la veris)

 

 

 

 

 

 

 

 

Name und Ent­ste­hung der Schlüs­sel­blu­me haben eine himm­li­sche Geschich­te: Petrus, der uns bekannt ist als Hüter des Him­mels­to­res, ver­lor eines Tages den Him­mels­schlüs­sel und der Schlüs­sel fiel hin­un­ter auf die Erde. Wo der Schlüs­sel auf die Erde fiel wuch­sen vie­le Blu­men und ver­bar­gen so den Schlüs­sel vor den Men­schen. Petrus sand­te die Engel aus, die den Schlüs­sel fan­den und zurück­brach­ten. Geblie­ben auf der Erde sind uns die Schlüs­sel­blu­men, die auch Him­mels­schlüs­sel oder Petri- /Peterblume genannt wer­den.

Vinca minor

Um Vin­ca, das im März auf Lich­tun­gen und im Wald blüht, ran­ken sich vie­le Pflan­zen­ge­schich­ten. Die­ser Boden­be­de­cker mit den 5-blätt­ri­gen vio­lett-blau­en Blü­ten stammt ursprüng­lich aus Süd­eu­ro­pa und Klein­asi­en. Es waren die Römer, die es in unse­re Regi­on mit­brach­ten und um ihre Anwe­sen her­um anpflanz­ten. Heu­ti­ge Vin­ca-Vor­kom­men in der Natur deu­ten auf alte römi­sche oder auch mit­tel­al­ter­li­che Sied­lun­gen hin.

Der Name Vin­ca lässt sich auf 2 latei­ni­sche Wör­ter zurück­füh­ren: 1. „vin­ce­re“ = sie­gen, es deu­tet dar­auf hin, dass die­se immer­grü­ne Pflan­ze, über den Win­ter siegt. 2. „vin­ci­re“ = umwin­den, da es in eini­gen Gegen­den Brauch war zu ver­schie­de­nen Anläs­sen Vin­ca-Krän­ze zu bin­den. Auch unter dem deut­schen Namen Sing­rün oder Immer­grün ist Vin­ca bekannt.

Vin­ca wur­de als Schutz­pflan­ze vor aller­lei Zau­ber und Krank­hei­ten ver­wen­det. Wohl auch dar­um wur­de es von den Römern und spä­ter im Mit­tel­al­ter ger­ne ange­pflanzt.

Pflanzengeschichten Vinca

Vin­ca minor (Immer­grün, Sing­rün)

Alle Tei­le der Pflan­ze sind gif­tig. Sie wird in der Homöo­pa­thie als Heil­pflan­ze ver­wen­det.

Infor­ma­tio­nen zu Vin­ca als Heil­pflan­ze gibt es hier.

 

 

 

Pflanzengeschichten

  • Unter­hal­ten und leh­ren uns dabei neue Aspek­te zu den Pflan­zen,
  • Zei­gen uns die „mär­chen­haf­te“ Sei­te von Pflan­zen, jen­seits von Bestim­mungs­bü­chern und Pflan­zen­füh­rern,
  • Geben viel altes, tie­fes Wis­sen wei­ter,
  • Sind i.d.R. leicht zu mer­ken und las­sen sich gut mal auf einem Spa­zier­gang ein­streu­en.

Bald wer­den wei­te­re Pflan­zen­ge­schich­ten dazu kom­men. Und wenn Sie auch schö­ne Pflan­zen­ge­schich­ten ken­nen, freue ich mich dar­auf, die­se zu lesen.