Bei einem Aufenthalt in Puerto de la Cruz auf Teneriffa solltest du dir unbedingt Zeit nehmen für einen Besuch im botanischen Garten– besonders dann, wenn du dich für Gärten und Pflanzen interessierst.

Der botanische Garten von Puerto de la Cruz zeigt eine beeindruckende Sammlung tropischer und subtropischer Pflanzen. Viele der teilweise sehr alten Bäume prägen das Bild des Gartens und vermitteln bereits beim ersten Rundgang einen Eindruck von seiner botanischen Vielfalt.

Überblick

Kurzname: Jardin Botanico

Größe: 20.000 qm, Erweiterung in Bau.

Öffnungszeiten: täglich von 9 – 18 Uhr, außer 1. Januar, Karfreitag und 25. Dezember

Eintritt: 3,00 Euro

Der botanische Garten von Puerto de la Cruz: Name und Geschichte

Der offizielle Name des Gartens lautet „Jardín de Aclimatación de La Orotava“. Schon dieser Name führt direkt zur Geschichte des Gartens.

Heute ist die Anlage als der botanische Garten von Puerto de la Cruz bekannt. Zur Zeit seiner Planung am Ende des 18. Jahrhunderts war Puerto de la Cruz jedoch noch der Hafen von La Orotava. Diese Stadt liegt oberhalb von Puerto de la Cruz und ist das Zentrum des fruchtbaren Orotava-Tals. In dieser Region wachsen traditionell Wein, Obst, Bananen und Gemüse.

Die Anlage des Gartens wurde 1788 auf Befehl von König Karl III. von Spanien geplant. Ziel war es, Pflanzen aus den tropischen Gebieten Amerikas und Asiens nach Europa zu bringen und sie hier zu akklimatisieren. Frühere Versuche, solche Pflanzen etwa in Madrid anzubauen, waren wegen der kalten Winter gescheitert. Das ausgeglichene Klima auf Teneriffa bot dagegen deutlich bessere Bedingungen.

1790 begannen schließlich die Arbeiten am Garten, und zwei Jahre später wurden die ersten Pflanzen gesetzt. Bis 1832 entwickelte der Gründer und erste Leiter Alonso de Nava y Grimón die Anlage kontinuierlich weiter. In dieser Zeit entstand auch ein erstes systematisches Pflanzenverzeichnis.

In der folgenden Zeit wechselte die Zuständigkeit für den Garten mehrfach. Seit 1983 gehört der botanische Garten von Puerto de la Cruz zum Forschungsinstitut des Ministeriums für Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei und Ernährung der autonomen Regierung der Kanarischen Inseln.

Daner spielt neben tropischen und subtropischen Pflanzen auch die Erforschung und der Schutz der kanarischen Flora eine wichtige Rolle. Besonders der Erhalt endemischer Pflanzenarten der Inseln ist zu einem Schwerpunkt geworden.

Zur Zeit umfallst der botanische Garten eine Fläche von etwa 20.000 Quadratmetern. Eine geplante Erweiterung um weitere 40.000 Quadratmeter soll die Anlage in Zukunft deutlich vergrößern.

Ein Rundgang durch den botanischen Garten

Bei einem Rundgang durch den botanischen Garten von Puerto de la Cruz kann man sich leicht in lauter „Ahhh“ und „Ohhh“ verlieren. Denn viele Bäume beeindrucken durch ihre Größe und ungewöhnlichen Wuchsformen, während zahlreiche Blumen und Pflanzen mit ihren verschiedenen Farben und Strukturen auffallen.

Für die Orientierung hilft ein kleiner Prospekt, der am Eingang erhältlich ist. Er enthält einen Plan des Gartens sowie Hinweise auf besonders interessante Pflanzen.

Beim Rundgang kann man zum Beispiel entlang der Hauptachsen der Anlage gehen. Dabei kann man sich gut an den drei Wasserbecken mit verschiedenen Wasserpflanzen orientieren. Zusätzlich gibt es viele kleinere Wege, die sich durch den Garten verzweigen. Dadurch verteilen sich die Besucher gut, und der Garten wirkt nicht überfüllt.

Zu sehen sind unter anderem zahlreiche Palmenarten, Bromelien und Aronstabgewächse. Auch Pflanzen aus der Familie der Maulbeergewächse sind vertreten.

Besonders interessant ist es außerdem, hier Pflanzen zu entdecken, von denen viele unserer importierten Lebensmittel stammen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Kaffeesträucher
  • Avocadobäume
  • verschiedene Bananenarten
  • Dattelpalmen
  • Feigenbäume
  • Macadamianüsse

So bietet der botanische Garten von Puerto de la Cruz nicht nur eine schöne Gartenanlage, sondern auch einen guten Einblick in die Herkunft vieler tropischer Nutzpflanzen.

Viel Interessantes – und Entspannung im botanischen Garten von Puerto de la Cruz

Der botanische Garten von Puerto de la Cruz bietet sowohl Pflanzenfreunden als auch interessierten Besuchern viele Möglichkeiten zum Entdecken. Gleichzeitig ist die Anlage ein angenehmer Ort, um einfach etwas Ruhe zu finden.

Zwischen alten, hohen Bäumen führen Wege durch verschiedene Gartenbereiche. Immer wieder öffnen sich neue Blickachsen auf besondere Pflanzen, auf Wasserflächen oder auf schattige Sitzplätze.

Besonders schön ist es, sich am großen Wasserbecken am Ende der Hauptachse niederzulassen. Von dort hat man einen weiten Blick über das Wasser und in den Garten – ein ruhiger Ort, um die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Für mich ist der botanische Garten von Puerto de la Cruz deshalb ein Ort, den ich bei jedem Aufenthalt auf Teneriffa gerne wieder besuche.

Padanus Baum mit vielen Ästen und langen, schmalen Blättern steht in einem tropischen Garten überorangefarbenen Paradiesvogelblumen. Ein Jackfruchtbaum mit drei großen, reifen Jackfrüchten, die an seinem Stamm hängen, umgeben von dichtem grünen Laub und abgefallenen Blättern auf dem Boden. Nahaufnahme einer Bromelienpflanze mit spitzen grünen Blättern und einem Büschel kleiner gelber Blüten, die aus roten Hochblättern hervorgehen. Palmfarn. Ein dunkler, gemusterter Gecko ruht sich auf der Rinde eines Baumes mit weißen Flechtenflecken aus. Ein Teich mit grünem Wasser, schwimmenden Seerosen mit rosa Blüten und dichten grünen Bäumen und Palmen im Hintergrund.