Pilgern in Deutschland

Unse­re ers­te Erfah­rung auf einen Pil­ger­weg ent­lang zu wan­dern, mach­ten wir auf der Boni­fa­ti­us­rou­te, die von Mainz nach Ful­da führt. Hier geht es zum Bericht der Boni­fa­ti­us­rou­te.

elisabethpfad blick

Pil­gern auf dem Eli­sa­beth­pfad – Land­schaft um Clee­berg.

Das hat uns so gut gefal­len, dass wir uns einen wei­te­ren Pil­ger­weg aus­ge­sucht haben: den Eli­sa­beth­pfad.

Als wir unse­ren ers­ten Pil­ger­pfad, die Boni­fa­ti­us­rou­te began­nen, wuss­ten wir nicht viel über Pil­gern. Inzwi­schen haben wir fest­ge­stellt, dass es reich­lich Aus­wahl an Pil­ger­we­gen gibt, so dass man schon über­le­gen muss, wel­che Rou­te man sich aus­wählt.

Schon die Boni­fa­ti­us­rou­te ist mit 172 km Län­ge nicht in 1 – 2 Tagen zu bewäl­ti­gen. Vie­le Pil­ger­grup­pen neh­men sich ein oder auch meh­re­re Wochen Urlaub für das Pil­ger­erleb­nis. Für uns hat sich eine ande­re Art des Pil­gerns bewährt:

  • Ein Pil­ger­weg in Wohn­ort­nä­he. Das erleich­tert die Anrei­se.
  • Wir haben einen fes­ten jähr­li­chen Ter­min und pil­gern jedes Jahr 2 Tage an Pfings­ten mit einer Über­nach­tung. So müs­sen wir nicht jedes Jahr erneut auf Ter­min­su­che gehen.
  • Pro Tag wan­dern wir ca. 20 km. Das ist eine Stre­cke, die einer­seits jeder schaf­fen kann, aber auch schon eine Her­aus­for­de­rung. Außer­dem lässt dies Tages­stre­cke uns Zeit, bei der einen oder ande­ren Pil­ger-Sehens­wür­dig­keit halt­zu­ma­chen.
  • Es gibt eine klei­ne Kern­grup­pe, der sich ande­re zum Pil­gern anschlie­ßen kön­nen.

Damit haben wir für uns eine Metho­de gefun­den, regel­mä­ßig – näm­lich jedes Jahr – auf einem Pil­ger­weg zu wan­dern.

Die Elisabethpfade

Es gibt 3 Eli­sa­beth­pfa­de, die alle in Mar­burg in der Eli­sa­beth­kir­che:

Eli­sa­beth­pfad 1: von Frank­furt nach Mar­burg

Eli­sa­beth­pfad 2: von Eisen­ach nach Mar­burg

Der Eli­sa­beth­pfad 2 folgt weit­ge­hend dem Weg der Jakobs­pil­ger und ist somit Teil des euro­pa­wei­ten Netz der Jakobs­we­ge.

Eli­sa­beth­pfad 3: von Köln nach Mar­burg

Auch der Eli­sa­beth­pfad 3 ver­läuft auf einem Abschnitt den Jakobs­we­gen.

Mehr Infos zu den 3 Eli­sa­beth­pfa­den gibt es hier.

Elisabethpfad – Von Frankfurt nach Marburg

Pilgern

Das Zei­chen mar­kiert den Eli­sa­beth­pfad.

Län­ge: 147 km. Aller­dings geht man beim Pil­gern immer wie­der Umwe­ge, so dass schnell mal ein paar Kilo­me­ter dazu­kom­men.

Start­punkt: Deutsch­or­dens­kir­che am Main­ufer, Frank­furt.

Weg­stre­cke: Frank­furt – Ober­ur­sel – Usin­gen – Brand­obern­dorf – Vol­perts­hau­sen – Wetz­lar – Klos­ter Alten­berg – Her­man­stein – Bie­ber  Weil­polts­hau­sen – Alten­vers – Nie­der­wal­gern – Ober­wei­mar – Mar­burg.

Ich habe hier nicht alle Orte auf­ge­führt, son­dern nur Anhalts­punk­te gege­ben, damit Sie sich ein Bild der Stre­cke machen kön­nen.

Der Eli­sa­beth­pfad, wie wir ihn heu­te ken­nen ist noch recht jung. Der nörd­li­che Weg­ab­schnitt wur­de 1995 ange­legt. Die­ser nörd­li­che Teil des Eli­sa­beth­pfad führ­te zuerst vom Klos­ter Alten­berg (bei Wetz­lar) nach Mar­burg. Hier fol­gen die Pil­ger einem Weg, den die hei­li­ge Eli­sa­beth selbst zu Fuß gegan­gen ist. Eli­sa­beth hat­te ihre Toch­ter Ger­trud im Klos­ter Alten­berg als Kind in Pfle­ge gege­ben und so wan­der­te sie mehr­mals von Mar­burg nach Alten­berg, um Ger­trud zu besu­chen.

2000 wur­de die­ser Pil­ger­weg erwei­tert um den Abschnitt von Frank­furt zum Klos­ter Alten­berg.

Der Eli­sa­beth­pfad wird gepflegt vom Eli­sa­beth­pfad-Ver­ein.

Wir pilgern auf dem Elisabethpfad

Für unser Pil­gern auf dem Eli­sa­beth­pfad haben wir den Weg in 1 bzw. 2‑Ta­ges-Etap­pen auf­ge­teilt:

Etap­pe 1 – Von Frank­furt nach Ober­ur­sel (24 km – 1 Tag)

Etap­pe 2 – Von Ober­ur­sel nach Brand­obern­dorf (38 km – 2 Tage)

Etap­pe 3 – Von Brand­obern­dorf nach Bie­ber (41 km – 2 Tage)

Etap­pe 4 – Von Bie­ber nach Mar­burg (44 km – 2 Tage)

Pilgern Eisabethpfad

Der Dom in Wetz­lar.

Geplant haben wir den Eli­sa­beth­pfad als 3‑Jah­res-Pil­gern. Die Etap­pe 1 mit einer Tages­tour schie­ben wir spon­tan ein. Aller­dings lässt sich Pil­gern und Wan­dern nicht so genau fest­le­gen. Manch­mal macht einem das Wet­ter einen Strich durch die Rech­nung, wun­de Füße kön­nen das Tem­po ver­lang­sa­men und Umwe­ge, weil man einem fal­schen Weg gefolgt ist, ver­län­gern unge­plant die Weg­stre­cke. Das gehört aber beim Pil­gern dazu und man soll­te es ent­spannt sehen. Bis­her haben wir die uner­war­te­ten Hin­der­nis­se bewäl­ti­gen kön­nen und dabei unse­re gute Stim­mung behal­ten.

Und wer jetzt sich jetzt näher mit dem Eli­sa­beth­pfad befas­sen möch­te, dem emp­feh­le ich den „Pil­ger­füh­rer Eli­sa­beth­pfad“ und das dazu­ge­hö­ri­ge „Kar­ten­heft Eli­sa­beth­pfad 1“. Bei­des kann man bestel­len beim  Eli­sa­beth­pfad-Ver­ein.