Die­ses Jahr haben wir am Kar­frei­tag einen recht neu­en Pil­ger­weg im Tau­nus erwan­dert. Die Wan­de­rung führ­te abwech­selnd durch Wie­sen und Wäl­der. Die Son­ne strahl­te und die blü­hen­den Schle­hen­bü­sche schweb­ten wie wei­ße Wol­ken über den Wie­sen. Im Wald kamen noch Son­nen­strah­len durch die sprie­ßen­den Blät­ter und die Vögel zwit­scher­ten um die Wet­te. Schö­ner kann man sich einen Früh­lings­tag nicht vor­stel­len.

Pilgerweg im Taunus – Start

Der Lau­ren­ti­us­weg beginnt in Usin­gen und führt auf einer Stre­cke von ca. 22 km bis nach Schmit­ten-Arnold­s­hain. Dabei ver­bin­det der Pil­ger­weg 3 Kir­chen, die dem Hei­li­gen Lau­ren­ti­us gewid­met sind.

Start ist die Lau­ren­ti­us-Kir­che in Usin­gen. Der Pil­ger­weg endet in Arnold­s­hain an der dor­ti­gen Lau­ren­ti­us-Kir­che.

Die Lau­ren­ti­us-Kir­che in Usin­gen ist ein gro­ßes, mar­kan­tes Bau­werk der Spät­go­tik. Eine Besich­ti­gung lohnt sich. Von dem Kirch­gar­ten hin­ter der Kir­che aus hat man einen guten Blick über Usin­gen.

Die­ser Pil­ger­weg im Tau­nus ist gekenn­zeich­net mit einem wei­ßen L auf oran­gem Hin­ter­grund. Das L ist mit einem Hei­li­gen­schein gekrönt. Da der Weg sehr gut aus­ge­schil­dert ist, konn­ten wir ihm gut fol­gen.

Laurentius-Pilgerweg – GPS und Infos

Infor­ma­tio­nen zum Weg fin­den sich auf der Web­site die­ses Pil­ger­weg im Tau­nus unter

laurentiuspilgern.wordpress.com

Dort kann man auch die GPS-Daten zum Lau­ren­ti­us-Pil­ger­weg her­un­ter laden.

Aller­dings haben wir beim Wan­dern fest­ge­stellt, dass die Beschil­de­rung auf dem Weg und die Weg­füh­rung im Inter­net an man­chen Stel­len nicht über­ein­stim­men. Den­noch konn­ten wir den Weg pro­blem­los fin­den. Daher haben wir die GPS Daten nur genutzt um immer mal fest­zu­stel­len, wo wir uns befin­den.

Laurentius-Pilgerweg – Die Wanderung

Ins­ge­samt ist es eine sehr schö­ne Wan­de­rung auf guten Wegen. Sie führt zuerst durch die male­ri­sche Alt­stadt von Usin­gen. Dann geht es durch Wie­sen und Wald und am Rand von Merz­hau­sen vor­bei. Wei­ter geht es durch Brom­bach bis Arnold­s­hain Schmit­ten. Der Weg führt abwech­selnd ent­lang von Wie­sen und durch die Wald­land­schaft das Tau­nus. Ein High­light ist der Grün­wie­sen­wei­her. Hier hat man schon einen gro­ßen Teil der Stre­cke geschafft und kann sich eine Pau­se an die­sem Wald­see gön­nen.

Wegen der Län­ge von ca. 22 km (ca. 6 Stun­den) ist das eine mit­tel­schwe­re Wan­de­rung. Obwohl der Weg selbst ein­fach zu gehen ist. Man kann die­se Wan­de­rung ohne wei­te­res auch in zwei Etap­pen machen.

Wir kön­nen die­sen Pil­ger­weg im Tau­nus sehr emp­feh­len.

Laurentius – Namensgeber für den Pilgerweg

Der hei­li­ge Lau­ren­ti­us gehört zu den Mär­ty­rern.

Er leb­te zur Zeit von Papst Six­tus II, ca. Mit­te des 3. Jahr­hun­derts. Als der Papst selbst in Bedräng­nis geriet, beauf­trag­te er Lau­ren­ti­us den Kir­chen­schatz an die Armen und Kran­ken zu ver­tei­len.

Doch der Kai­ser Vale­ri­an bean­spruch­te den Kir­chen­schatz für sich selbst. Er woll­te Lau­ren­ti­us zur Her­aus­ga­be der Schät­ze zwin­gen. Doch die­ser bat um 3 Tage Auf­schub. In die­ser Zeit ver­kauf­te er die Schät­ze der Kir­che und ver­teil­te das Geld an die Bedürf­ti­gen. Nach Ablauf der Frist wies er den Kai­ser dar­auf hin, dass die Geheil­ten und Geret­te­ten nun die waren Schät­ze des Him­mel sei­en. Dar­auf­hin liess der wüten­de Kai­ser Vale­ri­an Lau­ren­ti­us fol­tern und mit Feu­er zu Tode mar­tern.

Daher wird der Hei­li­ge Lau­ren­ti­us in Kir­chen meist mit einem Rost und Feu­er dar­ge­stellt. Manch­mal kom­men auch ein Buch (die Evan­ge­li­en), eine Pal­me oder Geld­beu­tel und Brot hin­zu.

 

Wenn du dich für Pil­ger­we­ge inter­es­sierst, dann schau’ dir ger­ne mei­ne Berich­te vom Pil­gern auf ver­schie­de­nen Pil­ger­we­gen an. Es muss ja nicht immer gleich der Jakobs­weg sein.

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