Wer sich mit NMUs (Nah­rungs­mit­te­lun­ver­träg­lich­keit) wie Lak­to­se­into­le­ranz her­um­schla­gen muss, kennt das Pro­blem, dass bei die­sen Pro­duk­ten beson­ders viel Ver­pa­ckungs­müll anfällt.

Also was tun? Zuerst habe ich auf der Suche nach Jogurt lak­to­se­frei im Glas alle Super­märk­te abge­grast und sogar in Reform­häu­sern nach­ge­fragt. Aber in den Geschäf­ten wird lak­to­se­frei­es Jogurt nur in Plas­tik­be­chern ange­bo­ten. Hin­zu kommt, dass ich nur Natur­jo­gurt kau­fe.

Noch schlim­mer ist es bei Quark, Frisch­kä­se und Co, da es die­se nur in klei­nen Ver­pa­ckungs­ein­hei­ten gibt.

Schließ­lich habe ich ange­fan­gen mein Jogurt lak­to­se­frei selbst zu machen. Nach eini­gen Ver­su­chen habe ich nun eine gute Metho­de gefun­den und bin damit abfall­frei, wenn man vom Tetra­pak der Milch absieht.

Ein paar Worte über das Jogurt selber machen

Dafür braucht man Voll­milch. Die­se wird ent­we­der abge­kocht oder man nimmt H‑Milch. Die Milch soll eine Tem­pe­ra­tur von 50°C haben. Dar­in wird eine klei­ne Men­ge Natur­jo­gurt ein­ge­rührt. Die Mischung muss eini­ge Stun­den bei mög­lichst gleich­blei­ben­der Tem­pe­ra­tur ste­hen. Dann haben die Jogurt­kul­tu­ren ihre Arbeit getan. Das Jogurt ist fer­tig und ist meh­re­re Tage im Kühl­schrank halt­bar.

Damit die Milch-Jogurt-Mischung die Tem­pe­ra­tur von 50°C hält, kann man soge­nann­te „Jogurt­be­rei­ter“ kau­fen. Die­se funk­tio­nie­ren mit oder auch ohne Strom. Alter­na­tiv gibt es Rezep­te das Jogurt im Back­ofen zu machen.

Aller­dings woll­te ich weder etwas Neu­es kau­fen noch regel­mä­ßig unse­ren Strom­ver­brauch in die Höhe trei­ben.

Um Flüs­sig­kei­ten warm zu hal­ten eig­nen sich Ther­mos­fla­schen oder –behäl­ter her­vor­ra­gend. Also habe ich eine alte Ther­mos­fla­sche, die kei­ner mehr benutzt, zum Jogurt­be­rei­ter umfunk­tio­niert – frei nach dem Zero-Was­te-Mot­to „Reu­se“.

Wie das geht mit dem Jogurt lac­to­se­frei sel­ber machen fin­dest du hier:

Rezept – Jogurt laktosefrei selber machen

Rezept für ca. 0,5 l Jogurt

Zuta­ten: 0,5 l H‑Milch lak­to­se­frei mit 3,5 % Fett­ge­halt (Voll­milch), 2 EL Natur­jo­gurt (aus Voll­milch).

Tipp: Will man Jogurt lak­to­se­frei sel­ber machen, emp­feh­le ich jedes Mal Natur­jo­gurt als Ansatz zu ver­wen­den anstatt das lak­to­se­freie Jogurt. Bei mei­nen Ver­su­chen ist das Jogurt mit einem Ansatz aus dem selbst­ge­mach­ten Jogurt lak­to­se­frei sehr flüs­sig geblie­ben. Mit einem Ansatz von „nor­ma­lem“ Natur­jo­gurt wird das Jogurt auch mit lak­to­se­frei­er Milch schön cre­mig. Der Lak­to­se­ge­halt ist trotz­dem sehr gering. Außer­dem habe ich schon als Ansatz Natur­jo­gurt aus Mager­milch pro­biert. Das geht zwar, aber mit einem fett­hal­ti­ge­ren Jogurt als Ansatz wird es viel cre­mi­ger und fes­ter. Ich ver­wen­de das Natur­jo­gurt von Land­lie­be cre­mi­ger Jogurt mild mit 3,8% Fett­ge­halt. Das gibt es im Glas mit 500 g. Damit hat man Ansatz für ca. 5‑mal Jogurt zu machen.

Zeit: ca. 15 Minu­ten.

Zube­rei­tung:

Die Milch auf 50°C erhit­zen. Dann den Topf von der Herd­plat­te neh­men und das Jogurt ein­rüh­ren. Mit einem Schnee­be­sen lässt es sich gleich­mä­ßig ver­mi­schen.

Die Mischung in eine Ther­mos­fla­sche fül­len, Deckel drauf und über Nacht oder über Tag ste­hen las­sen.

Tipp: Falls die Ther­mos­fla­sche die Tem­pe­ra­tur nicht aus­rei­chend hält, kann man sie vor­her mit hei­ßem Was­ser vor­wär­men.

Dann ist das Jogurt fer­tig und kann in Glä­ser umge­füllt wer­den. Durch das Umfül­len wird es zwar wie­der etwas flüs­sig. Aber nach ein paar Stun­den im Kühl­schrank ist es fest und cre­mig.

Es ist wich­tig die Ther­mos­fla­sche immer gut zu rei­ni­gen!

 

Jogurt lak­to­se­frei sel­ber machen – Das ist gesund und redu­ziert Plas­tik­müll!

Gutes Gelin­gen wünscht

moon­bird

Wei­te­re lak­to­se­freie Rezep­te fin­dest du hier:

https://raempel.de/gesund-leben/ernaehrung/