Das Buch Im Wald von John Lewis-Stempel ist ein her­vor­ra­gen­des Bei­spiel für das Gen­re des „Natu­re Wri­ting“. John Lewis-Stempel ver­steht es Natur­be­schrei­bung und –erle­ben inter­es­sant zu prä­sen­tie­ren. Dabei beein­druckt das Buch mit einer gründ­li­chen Kennt­nis von Pflan­zen und Tie­ren, Wald­le­ben und Waldnutzung.

 

Titel: Im Wald

Unter­ti­tel: Mein Jahr im Cocks­hutt Wood

Autor: John Lewis-Stempel

ISBN: 978-3-8321-8124-6

Umfang: 288 Seiten

Erschie­nen 2020 im Dumont Buch­ver­lag, Köln

Im Wald – Inhalt

  • Vor­wort: Der Autor und Far­mer betreut und bewirt­schaf­tet vier Jah­re lang den Wald „Cocks­hutt Wood“. In die­ser Zeit lernt er jeden Baum und jedes Tier in „sei­nem“ Wald ken­nen. Das Buch ist eine Art Tage­buch über das vier­te und letz­te Jahr sei­nes Lebens mit dem Wald.
  • Durch das Jahr von Dezem­ber bis Novem­ber: Die Monats­ein­trä­ge begin­nen mit Dezem­ber, wenn die Natur ruht. So kann der/die Leser/in den Autor im Wald beglei­ten, mit­er­le­ben wie die Natur Kraft schöpft, neu erwacht und erblüht, das Grü­nen der Bäu­me und erwa­chen der Tier­welt. Mitt­som­mer­nacht bringt den Wech­sel, es fol­gen Ern­te­zeit auch Jagd und schließ­lich der Abschied vom Wald.
  • Ein reich­hal­ti­ger Anhang gibt Tipps für wei­te­re (Wald-)Lektüre, (Wald-)Musik und ein Quellenverzeichnis.

Der Autor, John Lewis-Stempel ist Far­mer und Autor. Schon zwei­mal hat er den Wain­right Pri­ze für Natu­re Wri­ting erhal­ten. Sei­ne Bücher sind inter­es­sant und unter­halt­sam. Man spürt die Nähe zur Natur und das Ver­ständ­nis für Tie­re und Pflanzen.

 

Mein Fazit: „Im Wald“ zu lesen ist eine Freu­de für alle Naturfreund/innen

Hier bekommt man beim Lesen einen neu­en Zugang zum The­ma WALD. John Lewis-Stempel beschreibt in sei­nem Buch Im Wald nicht nur die Jah­res­zei­ten im Wald, son­dern auch wie er den Wald bewirt­schaf­tet. Dies geschieht auf tra­di­tio­nel­le Wei­se. Der Autor geht auf die Jagd. Er „ern­tet“ Holz und Fut­ter für sei­ne Tie­re, indem er die Bäu­me beschnei­det (Übri­gens eine Metho­de, die wir schon auf Rei­sen in Nord-Indien gese­hen haben.) und lässt Schwei­ne und Kühe dort wei­den. Wäh­rend des Lesens taucht man immer tie­fer in das Leben im, mit und vom Wald ein. Die Form des Tage­buchs macht dies Buch über den Wald inter­es­sant und man fragt sich schon, was wohl der nächs­te Monat brin­gen wird.

Fast neben­bei ver­mit­telt das Buch viel altes Wis­sen vom Wald. Z.B. hat mich eine Metho­de beein­druckt, wie das Alter von Bäu­men anhand des Umfangs und der Baum­art bestimmt wer­den kann. Ich habe mir vor­ge­nom­men, das dem­nächst selbst auszuprobieren.

Alter­na­tiv zum Lesen des Buches von Anfang bis Ende kann man auch immer den aktu­el­len Monat lesen z.B. im Wald.

Wei­te­re Bücher zum Natu­re Wri­ting sind hier vorgestellt:

https://raempel.de/buchtipp-die-geschichte-der-bienen/

https://raempel.de/buchtipp-blattgefluester-und-die-wunderbare-welt-der-pflanzen/

https://raempel.de/buchtipp-im-wald-aussteigen-fuer-einsteiger/

https://raempel.de/buchtipp-lost-gardens-of-heligan/

Viel Spaß beim Lesen,

moon­bird