Das Buch „Lost Gar­dens of Heli­gan“ ist die Geschich­te einer Wie­der­ent­de­ckung und des Wie­der­auf­baus eines alten Gar­tens in Corn­wall. Die Geschich­te von Heli­gan ist wie ein Wun­der und ein­zig­ar­tig.

Für mich war das Buch Lost Gar­dens of Heli­gan eine der schö­nen Ent­de­ckun­gen auf der Buch­mes­se Frank­furt 2016.

Im Juli 2016 hat­ten wir auf unse­rer Rei­se in Corn­wall auch die Lost Gar­dens of Heli­gan besucht und ein wenig über ihre Geschich­te erfah­ren. Als ich dann durch „Zufall“ das Buch auf der Buch­mes­se sah, muss­te ich mir das natür­lich näher anse­hen. Schon der ers­te Ein­druck war sehr gut. Denn sofort fiel mir die gute Qua­li­tät der Her­stel­lung auf. Das Buch fühlt sich gut an und ist sehr anspre­chend gestal­tet. Inzwi­schen habe ich es ganz durch­ge­le­sen und möch­te es hier vor­stel­len.

Titel: Lost Gar­dens of Heli­gan

Unter­ti­tel: Die Wie­der­ent­de­ckung eines Gar­ten­pa­ra­die­ses in Corn­wall

ISBN 978–3‑800‑1282‑1

Autorin: Tim Smit

Erschie­nen 2016 im Ulmer Ver­lag, Stutt­gart.

Vie­len Dank an den Ulmer Ver­lag für das Rezen­si­ons­ex­em­plar.

Das Buch Lost Gardens of Heligan

Der Autor, Tim Smit, erzählt die Geschich­te, wie er zufäl­lig (wenn man an Zufäl­le glaubt) die Lost Gar­dens of Heli­gan ent­deck­te. Die­se Ent­de­ckung soll­te sein Leben ver­än­dern. Mit viel Enthu­si­as­mus, Ener­gie und begeis­ter­ten Freun­den und Hel­fern set­ze er in den fol­gen­den Jah­ren die­ses ver­ges­se­ne Gar­ten­pa­ra­dies wie­der in Stand – ein Pro­zess, der bis heu­te wei­ter­geht.

Die Haupt­ka­pi­tel des Buches, z.B. „Ein Werk Got­tes“ klin­gen zuerst selt­sam. Aber beim Lesen des Buches erschließt sich bald ihr tie­fe­rer Sinn. Über­haupt ist es die­se Ver­bin­dung aus Gar­ten­ent­de­ckung, ‑erle­ben, prak­ti­schen Gege­ben­heit und das Erspü­ren von etwas Tie­fe­rem, das Gärt­ner gut ken­nen und das sich zugleich so schwer in Wor­te fas­sen lässt, die das Buch für mich so beson­ders fas­zi­nie­rend und fes­selnd mach­te.

Das Buch Lost Gardens of Holigan – Inhalt

Doch nun zum

Inhalt:

  • Ein Werk Got­tes

Die Wie­der­ent­de­ckung der Lost Gar­dens nach einen Sturm. Die ers­ten wich­ti­gen Akteu­re der Wie­der­ent­de­ckung fin­den zusam­men.

  • Wer­ke des Glau­bens

Den Start des Pro­jek­tes, die Hin­der­nis­se und Vor­aus­set­zun­gen zu meis­tern für so ein Pro­jekt, wäre ohne Enthu­si­as­mus, Tat­kraft und dem Glau­ben, dass es mög­lich ist, nicht zu schaf­fen. Davon berich­tet die­ses Kapi­tel.

  • Wer­ke von Men­schen

Wir lesen über die ers­te Anla­ge der Gär­ten durch die Fami­lie Tre­may­ne, den Nie­der­gang und Ver­fall und den Wie­der­auf­bau. Vie­le Men­schen leis­ten ihren Bei­trag zum Wie­der­auf­bau der Lost Gar­dens of Heli­gan. Von über­ra­schen­den Ent­de­ckun­gen aber auch sys­te­ma­ti­scher Arbeit han­delt die­ser Teil des Buches.

  • Der letz­te Akt

Das Meis­te ist geschafft. Zeit zu reflek­tie­ren und den Blick wei­ter in die Zukunft zu rich­ten. Heli­gan ist ein Erfolg. Aber für den lang­fris­ti­gen Erhalt ist der „Geist von Heli­gan“ wich­tig.

  • Zeit­ta­fel der Geschich­te von Heli­gan.

Am Anfang und am Ende des Buches ste­hen Fak­ten im Über­blick. Zu Beginn ein Lage­plan der Lost Gar­dens of Heli­gan als Ori­en­tie­rungs­hil­fe beim Lesen des Buches. Am Ende des Buches befin­det sich eine Zeit­ta­fel zu Heli­gan begin­nend 1203 bis heu­te.

Sehr anschau­lich wird die Geschich­te Heli­gans durch die gute Aus­wahl an Fotos. Alte Foto­gra­fi­en der alten Gär­ten, Fotos der ver­wil­der­ten Gär­ten, wäh­rend der Restau­rie­rung Heli­gans und schließ­lich Fotos der fer­tig gestell­ten Berei­che illus­trie­ren das Buch.

Dazwi­schen erzählt Tim Smit die Geschich­te, wie er nach einem Sturm die Lost Gar­dens wie­der­ent­deck­te. Schnell ent­stand die Idee, die Gär­ten von Heli­gan wie­der auf­zu­bau­en. Doch dazu muss­ten vie­le Men­schen für den Plan gewon­nen und Hin­der­nis­se über­wun­den wer­den. Zum Glück ste­hen ihm Freun­de und Bekann­te mit uner­müd­li­chem Ein­satz, Fach­wis­sen und aller Art von Hil­fe zur Sei­te. Auch von der Vor­ge­schich­te von Heli­gan und der Fami­lie Tre­may­ne bis zurück ins 18. Jahr­hun­dert wird berich­tet. Das Wis­sen um die His­to­rie ist für den Wie­der­auf­bau uner­läss­lich. Stück­chen für Stück­chen wer­den die alten Gär­ten frei­ge­legt und wie­der her­ge­stellt. Bis die Lost Gar­dens of Heli­gan ihren heu­ti­gen Zustand errei­chen.

Man stel­le sich vor, dass da aus einem ver­wil­der­ten, zuge­wach­se­nen und in Ver­ges­sen­heit gera­te­nem Gar­ten ein welt­be­kann­ter Gar­ten ent­steht, den jähr­lich zig­tau­sen­de Men­schen besu­chen. Im Jahr 2014 waren es 225.000 Besu­cher.

Fazit: Ein Gartenmärchen, das wahr wurde

Das Buch Lost Gar­dens of Heli­gan von Tim Smits liest sich wie ein Roman. Gleich­zei­tig ist es ein Gar­ten­buch, in dem ich viel über Gar­ten­ge­schich­te, alte Pflan­zen uvm. erfah­ren habe. Das Buch ist sehr per­sön­lich und offen geschrie­ben und zieht einen so in sei­nen Bann. Beim Lesen kann man die Ent­wick­lung des Wie­der­auf­baus von Heli­gan in den Höhen und Tie­fen mit­er­le­ben.

Tim Smit erzählt vol­ler Wert­schät­zung und Sym­pa­thie von all den Men­schen, die am Wie­der­auf­bau von Heli­gan beteil­tigt waren und sind. Aller­dings wur­de es mir paar Stel­len doch zu viel mit Bericht von den ein­zel­nen Hel­fern und Hel­fer­grup­pen, dann habe ich mal eine Sei­te quer­ge­le­sen.

Fas­zi­nie­rend fand ich wie­der­um zu erfah­ren, wie ein Her­ren­gar­ten frü­her war, wie vie­le Men­schen dort leb­ten und arbei­te­ten.

Die wech­sel­haf­te, leben­di­ge Geschich­te von Heli­gan habe ich in den Fotos wie­der gefun­den. Beim Lesen habe ich immer wie­der geblät­tert, um mir die ent­spre­chen­den Bil­der anzu­se­hen.

Als begeis­ter­ter Gar­ten­laie ken­ne ich das Glück und die Zufrie­den­heit, die man bei der Gar­ten­ar­beit erfährt. Außer­dem erlebt man im Gar­ten Wach­sen und Ent­wi­ckeln, Wan­del und Ver­ge­hen. Die­sen Geist des Gar­tens und Gärt­ners spricht auch aus dem Buch von Tim Smits.

Das Buch Lost Gar­dens of Heli­gan hat mein „Gärt­ner­herz“ berührt und erfreut.